Städtebauliches Konzept

So sehr das sogenannte „Einfamilienhaus“ noch immer global den höchsten Zuspruch der Bewohner zumindest im suburbanen und dezentralen Entwicklungsraum darstellt, erweist sich die Form des „freistehenden individuellen Hauses“ sowohl in Bezug auf die Raumvergeudung als auch auf ihre enormen Erschließungskosten hin als ökologisch und ökonomisch unvorteilhaft. Die Alternativen wie gekoppelte Reihenhäuser mit ihren linearen Haus- und Garten-Zeilen sind als städtebaulich geschlossenes Modell nur beschränkt räumlich entwicklungsfähig.

In Abwandlung der einst von Adolf Loos patentierten Lösung als „Haus mit einer Mauer“ sieht unser Projekt ein Haus mit einem Wandwinkel vor, welcher Raum für eine L-förmige Bebauung und einen quadratischen Innenhof von 6 x 6 m schafft.
Da die Einzelhäuser mit jeweils drei Flächen des Wandwinkels direkt an das Nachbarobjekt anschließen, kann bei minimaler Grundstücksgröße, in unserem Fall als ein Quadrat von 12 x 12 m, ein Maximum an Wohnnutzfläche erreicht werden. Durch die kompakte Anordnung einer größeren Anzahl von Einheiten kann ein Wohnquartier städtischen Zuschnitts erzeugt werden.